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Aktuelles

Aus der Fraktion:

Der Vorstand Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher zu Gast bei den Fraktionen der Freien Wählern und der Bayernpartei im Landkreis Traunstein -

Bei einer weiteren gemeinsamen Fraktionssitzung der Freien Wähler und der Bayernpartei im Landkreis ... [mehr] 

Rückblick auf die Fraktionsarbeit des letzten Jahres -

Von Dr. Lothar Seissiger Das Ende des letzten und der Anfang dieses Jahres waren geprägt durch umfang... [mehr] 

Wird der Naturschutz in der Hirschauer Bucht übertrieben? -

In Vorbereitung einer gemeinsamen Fraktionssitzung der Bayernpartei und der Freien Wähler zum Thema ... [mehr] 


Neuigkeiten aus dem Kreisverband der FW/UW:

Kreisverband der Freien Wähler wirkt am Grundsatzpapier „Chance Oberbayern“ der Freien Wähler Oberbayern – Themenschwerpunkte wurden erarbeitet und debattiert -

Bericht: Markus Müller Chieming. Die Grundsatzkommission „Chance Oberbayern“ der Freien Wähler Ob... [mehr] 

Bericht vom Neujahrsempfang -

Bericht von Pia Mix Freie Wähler Neujahrsempfang Kommunen in Asylantensituation allein gelassen Traunreu... [mehr] 

Der Kreisverband Traunstein der Freien und Unabhängigen Wähler blickte auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurück -

Bericht von Markus Müller Traunstein. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ortsverbänden, dem Kreisverband und der K... [mehr] 


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Kliniken Südostbayern AG

Der Vorstand Kliniken Südostbayern AG Dr. Uwe Gretscher zu Gast bei den Fraktionen der Freien Wählern und der Bayernpartei im Landkreis Traunstein

Bei einer weiteren gemeinsamen Fraktionssitzung der Freien Wähler und der Bayernpartei im Landkreis Traunstein berichtete der Vorstandsvorsitzende Dr. Uwe Gretscher über die aktuelle Entwicklung der Kliniken. Eine Klinikgruppe wie die SOB AG kann nur im Verbund erfolgreich sein. Er sei angetreten um die Kliniken beider Landkreise langfristig und nachhaltig unter kommunaler Trägerschaft aus dem Defizit zu führen. Die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung beider Landkreise sei durch den Klinikverbund fast komplett abgedeckt. Alle Häuser im Verbund werden neben den bestehenden Grundaufgaben für spezielle Anforderungen weiterentwickelt. Ruhpolding Berchtesgaden und Trostberg werden sich mehr um das Wohl der älteren Patienten  kümmern mit den speziellen Fachabteilungen Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation. Traunstein und auch zum Teil Bad Reichenhall werden hochspezialisierte Leistungen mit einer hervorragenden medizinischen Ausrüstung anbieten. Jedes der einzelnen Häuser übernimmt Teile der Verbundaufgaben. Um Medizin aus einem Guss anzubieten wurden übergreifende Abteilungen wie Kardiologie, Gefäßchirurgie und Gynäkologie in Bad Reichenhall und Traunstein einer gemeinsamen Führung unterstellt. Dadurch konnte eine wesentlich bessere Versorgungssituation in beiden Landkreisen geschaffen werden. Steigende Patientenzahlen sind das Ergebnis. Im Jahr 2015 wurden circa 180.000 Patienten ambulant und stationär versorgt. 95% der Mütter aus beiden Landkreisen bringen ihr Kind in unseren Krankenhäusern zur Welt, bei gleichzeitig steigender Geburtenzahl. Das konsequente Nutzen von Synergieeffekten im Verbund senkt die Kosten. In Zukunft werden zentrale Funktionen an einem Standort erbracht,  Einkauf, Buchhaltung, EDV braucht nicht jedes Haus. Auch die Verwaltung kann verschlankt und zentralisiert werden. Im Vergleich mit anderen kommunalen Häusern liegen die Personalkosten viel zu hoch. Spezialisierte Kräfte wie die Pflege sollten durch Hol- und Bringdienste nicht um die Zeit gebracht werden in der Pflege am Patienten zu arbeiten. Im Mehrjahresvergleich ist leicht zu ermitteln wann die Patientenbelegung eine Vollbesetzung der Stationen  und OPs erfordert. Die Personalbereitstellung aller Berufsgruppen muss sich in Zukunft deutlich mehr an diesem Bedarf orientieren. Da Beispiel die Weihnachtszeit eine niedrigere Auslastung der Stationen ausweißt, werden in Zukunft nicht mehr alle Stationen betrieben, allerdings immer eine ausreichende Bettenzahl um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gerne können somit ein Teil der Mitarbeiter die Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familie verbringen. Die umfangreich greifende Konsolidierung hat in der Zwischenzeit dazu geführt, dass die Liquidität auch im ehemals kritischen Monat Januar 2016 gesichert ist. Die Verweildauersteuerung hat man besser im Griff. Trotz einer halben Million zu hoher Personalkosten, ist es gelungen das Defizit im Jahr 2015 auf 3,4 Millionen zu reduzieren. Ziel der Sanierung muss es sein 15 Millionen auf dem Konto zu haben, damit die Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter aus eigener Tasche finanziert werden können. Im Vergleich mit anderen kommunalen Häusern sind wir bei der Erlössituation pro Mitarbeiter fast am Ende der Skala. Eine Pflegekraft kostet dem Arbeitgeber im Schnitt 60.000 ein Arzt 120.000 Euro. Für diese Gehälter muss man erwarten können, dass betriebliche Notwendigkeiten die Arbeitszeiten der Mitarbeiter festlegen. Das Haus Traunstein, das eigentlich eine Lokomotive des Unternehmens sein sollte, hat letztes Jahr 2015 ein Defizit von 2,5 Millionen erarbeitet. Notfälle bringen der Klinik 35 Euro kosten sie aber 130 Euro . Eine bessere Verzahnung zwischen ambulant und Krankenhaus mit Notfallpraxen an den Krankenhäusern, die Niedergelassenen in Eigenregie betreiben könnten, könnte die Situation deutlich verbessern. Intensiver Dialog mit allen Beteiligten erzeugt die Grundlage für nachhaltigen Wandel und Erfolg. Die zukünftigen  Herausforderungen werden darin bestehen erhebliche finanzielle Mittel in die Qualifikation und Ausbildung der Mitarbeiter sowie attraktive Arbeitsplätze zu investieren, modern und technisch gut ausgestattete Kliniken mit ambulanten angeboten zu betreiben und die IT- technischen Möglichkeiten zur Unterstützung der Patientenversorgung erheblich auszubauen. Wir werden in Zukunft Pflegenotstand und Ärztemangel zu kompensieren haben. Das Denken der Menschen hat sich verändert. Die Menschen sind deutlich freizeitorientierter geworden. 70% der Medizinstudenten sind weiblich, viele von Ihnen wollen Familie und Kinder und sind somit, zumindest für eine gewisse Zeit, dem Arbeitsmarkt entzogen.  Es werden viele innovative Ideen  entwickelt werden müssen um Lösungen zu finden. Wir brauchen den Erlös unserer Arbeit dringend für Baumaßnahmen, Ausrüstung und Substanzerhalt. Ein Krankenhausbett  mit seiner Infrastruktur kostet in der Gestehung knapp 350.000 Euro. Nach dem exzellenten Vortrag des Vorstandsvorsitzenden stellte das Auditorium Fragen.                                                                
So zum Beispiel nach der Verbesserung der Codierungsqualität und der dafür benötigten Zeit. Herr Dr. Gretscher berichtete von einer deutlichen Verbesserung und Verkürzung.  Regionale Produkte würde er gerne kaufen, die eklatanten Preisunterschiede lassen dies aus Wirtschaftlichkeitsgrünen nicht zu. Eine Schließung eines Standortes ist für den Vorstand kein Thema, da er genügend Potential für die Weiterentwicklung der einzelnen Standorte sieht. Auf die Frage nach der Zukunft antwortete er, dass sie  noch mehr Einzelpraxen und MVZ`s an den Krankenhäusern als Kristalisationsnucleus niederlassen werden, dies wiederum führe zur Stärkung der Standorte. Er setze auch auf eine engere Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen und hoffe, dass diese das Angebot Notfallpraxen an den Kliniken zu errichten, annehmen.
Nach einer noch sehr lebhaften Diskussion dankte der Fraktionsvorsitzende Dr. Lothar Seissiger Dr Gretscher für seine klaren, nachvollziehbaren Ausführungen. Er sprach im Namen aller, aber besonders im Namen der anwesenden Aufsichtsräte der SOB AG, dem Vorstand sein Vertrauen aus. Er bat um einen weiteren konstruktiven Dialog und versicherte dass die FW des Landkreises Traunstein den eingeschlagenen Kurs der SOB AG weiter unterstützen werde. 

Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes Dr. med Lothar Seissiger.